Wareneinstandsquote

Je besser das Geschäft ist, umso mehr steht auf dem Spiel

Die Ermittlung der Wareneinstandsquote erfolgt auf Basis der Summe der Ausgaben für den Getränkebedarfs eines bestimmten Zeitraums, die durch die erzielten Erlöse des Zeitraumes dividiert werden. Zum Beispiel hat ein Lokal, das für €2.000 Waren verbraucht hat und damit einen Erlös von €10.000 erzielte, eine Wareneinstandsquote von 20%. Dies wird dann mit dem vorgegebenen Ziel von z.B. 18% verglichen. Der Zielwert wird oft aus dem Vorjahreswert abgeleitet oder aber durch Vergleiche mit anderen Lokalen.

Wareneinstandsquoten können lügen

Eine geringe Diskrepanz Ihrer Wareneinstandsquote kann einen großen Unterschied Ihres Profits ausmachen! Lassen Sie uns z.B. annehmen, Ihr Lokal hat eine Quote von 20%. Wenn Ihre Vorgabe aber 18% war, liegen sie um 2 Punkte zu hoch. Das heißt, Sie haben 10% Ihres Profits verloren (2/20=10%). Das können schnell einige tausend Euros sein. Dieses Problem zu übersehen heißt nicht, es wäre nicht da.

Das folgende Beispiel zeigt, warum man mit Wareneinstandsquoten allein keine Aussagen über Schankverluste machen kann. Allein unterschiedliche Verkäufe einzelner Produkte ergeben ohne jeden Verlust Unterschiede der Quoten.

Woche 1 - Verkauf von 2 Kästen Premium Bier (z.B. Corona) und 4 Kästen Standard Bier:


                       EK       VK    Quote
    Premium Bier    44,00   144,00    30,6%
    Standard Bier   44,00   240,00    18,3%
    Summe           88,00   384,00    22,9%
		

Woche 2 - Verkauf von 4 Kästen Premium Bier (z.B. Corona) und 2 Kästen Standard Bier:


                       EK       VK    Quote
    Premium Bier    88,00   288,00    30,6%
    Standard Bier   22,00   120,00    18,3%
    Summe          110,00   408,00    27,0%
		

Eine Kostenerhöhung um 17,6% und folglich eine schlechtere Quote als in Woche 1, aber kein schlechteres Ergebnis!

Jedes Geschäft ist anders und der Produktmix kann sich jede Woche ändern. Einen "Gastronomie - Durchschnitt" anzuwenden oder die Einstandsquoten zurückliegender Wochen (die obendrein bereits Verluste, Schwund und andere Diskrepanzen enthalten können) heranzuziehen erlaubt nur eine geringe Einsicht in das wahre Gewinnpotenzial Ihres Geschäfts. Das vorige Beispiel läßt sich noch Erweitern:

Woche 3 - Verkauf von 2 Kästen Premium Bier (z.B. Corona) und 4 Kästen Standard Bier, aber 1 Kasten Standard Bier verläßt unboniert das Lokal:

								
                       EK       VK    Quote
    Premium Bier    44,00   144,00    30,6%
    Standard Bier   55,00   240,00    18,3%
    Summe           99,00   384,00    25,8%
		

Trotz des Verlustes von einem Kasten Bier ist die Quote wieder besser als in Woche 2.

Egal welche Methoden zur Warenwirtschaft Sie bisher einsetzen, die Seidlitz & Co KG wird Ihnen bessere Ergebnisse liefern! Bedenken Sie: Es gibt immer Möglichkeiten für Verbesserungen und wir können Ihnen helfen, dass Ihnen unter dem Strich mehr bleibt.

Fünf Gründe, warum traditionelle Methoden Sie Profit kosten.

  1. Unterschiedliche Produkte haben unterschiedliche Margen. Üblicherweise liegen Ihre idealen Einstandsquoten bei verschiedenen Produkten zwischen 10% und 50%.
  2. Die Verkaufsmengen der einzelnen Produkte variieren von Tag zu Tag und von Woche zu Woche. Deshalb müssten die Zielquoten für den Wareneinstand permanent angepasst werden.
  3. Viele Etablissements haben "Happy-Hour"-Preise oder spezielle Aktionspreise für einzelne Produkte in unterschiedlichen Zeiträumen.
  4. Änderungen der Einkaufspreise ändern die Quoten.
  5. Das Personal, das die Bestandsaufnahmen durchführt, partizipiert an den Verlusten oder verändert die Daten.